Zucht

Erziehung

Eingewöhnung:

Lassen Sie den Welpen in aller Ruhe sich an sein neues Heim gewöhnen. Zeigen Sie ihn in der ersten Zeit nicht bei Verwandten und Bekannten herum. Der kleine Kerl muss sich erst an sein neues Herrchen und Frauchen gewöhnen.

Ein heranwachsender Hund braucht viele Stunden Schlaf am Tage. Gehen Sie mit ihm immer ruhig und freundlich um, hektische Bewegungen und lautes Kreischen können den kleinen Kerl in der fremden Umgebung einschüchtern. Jetzt wird der Grundstock für sein zukünftiges Verhalten gelegt. Soll es positiv werden, das Ergebnis eine gegenseitige Freundschaft sein, muss das Zusammenleben auf unbedingtem Vertrauen beruhen. Tun Sie dem Hund nicht das Unrecht an, ihn zu vermenschlichen und Forde-rungen an ihn zu stellen, die er nicht erfüllen kann. Behandeln Sie ihn als Hund, dann wird er sich auch wie ein Hund benehmen und Sie werden sich auch an ihm als Hund erfreuen können.

Es gibt nur eine Art, wie man einen Welpen richtig hochheben sollte. Legen Sie eine Hand von hinten unter den Brustkorb, so dass die Finger zwischen den Vorderpfoten zu liegen kommen. Die andere Hand stützt das Hinterteil. Wenn der Welpe auf dem Arm gehalten wird, ist darauf zu achten, dass die Vorderläufe gut am Körper anliegen und nicht etwa abgewinkelt werden. Vergessen Sie nie, den Welpen gut festzuhalten. So ein junger Hund kann noch so bedächtig und ruhig dasitzen und doch plötzlich wie ein Geschoss davonspringen.

Erziehung:

Drei Dinge muss der Welpe von Anfang an lernen: Auf seinen Namen zu hören, stubenrein zu werden und an der Leine zu gehen.

Sprechen Sie den Namen des Hundes in freundlichem Ton aus, niemals in Zusammenhang mit Missbilligungen. Wenn er gehorcht, loben sie ihn, oder geben ihm auch ein Häppchen zur Belohnung.

Stubenreinheit:

Stubenreinheit anzuerziehen ist weit mehr ein Ergebnis der Aufmerksamkeit von Herrchen und Frauchen als der Gelehrigkeit des Welpens selbst.

Passiert einmal ein „Unglück“ in der Wohnung, so muss dies gleich gründlich beseitigt und mit einem Desinfektionsmittel nachgewischt werden. Der Hund benutzt eine solche Stelle gerne immer wieder.

Wer jedoch seinen Welpen beobachtet, erkennt schon zeitig, ob ein Unheil bevorsteht. Intensives Schnuppern und sich im Kreis Drehen sind die Vorzeichen, bevor der kleine Kerl sein Geschäft verrichtet.

Nach jedem Schlafen und Fressen sollte dem Junghund immer Gelegenheit gegeben werden, sich draußen zu lösen. Besonders morgens muss der Welpe gleich nach dem Wachwerden ins Freie.

Der junge Hund sollte immer an die gleiche Stelle geführt werden, wo er sein Geschäft verrichten darf, da dann eine schnellere Verknüpfung für den Hund entsteht.

Hat der Welpe ausgehalten und sich draußen gelöst, so wird er überschwenglich gelobt. Es kann sein, dass Sie in der ersten Zeit auch nachts raus müssen. Hat er sich aber doch einmal versündigt, so wird er mit kräftigen Pfui-Rufen bestraft. Die alte Methode, den Welpen mit der Nase in sein Geschäft zu stecken, dürfte genauso unsinnig wie wirkungslos sein.

Gewöhnung an die Leine:

Es ist meist nicht schwer, den Hund an die Leine zu gewöhnen. Machen Sie den Welpen mit dem Halsband vertraut, indem Sie es ihm einige Male täglich für kurze Zeit umlegen. Loben Sie ihn und spielen Sie mit ihm, so dass er das erste Unbehagen überwindet. Akzeptiert er das Halsband ohne Missbehagen, so befestigen Sie die Leine daran und laufen Sie mit ihm. Für Aufmunterungen mit Leckerbissen und Lob ist jeder junge Hund sehr empfänglich. Das an der Leine laufen sollte dem Junghund so angenehm wie möglich gemacht werden.

Allgemeine Erziehung:

Ein Hund braucht seinen täglichen Auslauf an der frischen Luft, um sich gesund zu entwickeln. Damit aber der tägliche Spaziergang nicht zur Qual wird, muss der Junghund schon im Welpenalter an eine gewisse Gehorsamkeit gewöhnt werden und auch lernen auf Kommando zu hören.

Sie selbst gebrauchen immer die gleichen Kommandos. Die wichtigsten Hörlaute die der Hund von klein an kennen sollte sind: Hier, Sitz, Platz und Fuß.

Beim Gang an der Leine sollten Sie darauf achten, dass sich der Hund immer an der linken Seite befindet.

Haben Sie Ihren Junghund abgeleint und er reagiert nicht auf das Heranrufen, so hat es keinen Zweck ihm hinterherzulaufen. Der Hund würde das als Spiel auffassen und weglaufen, in der Hoffnung, dass Sie ihm weiter folgen. Vielmehr ist es angebracht, sich in entgegengesetzter Richtung zu entfernen. Die Neugierde wird ihn veranlassen, Ihnen nachzulaufen.

Der Hund wird nur durch Lob oder Tadel belehrt, nicht durch Schläge. Ein Vorwurf oder eine Bestrafung muss immer unmittelbar nach der verbotenen Handlung geschehen, da er ansonsten keinen Zusammenhang herstellen kann.

Beißbedürfnis:

Besonders während des Zahnwechsels hat der Welpe ein großes Beißbedürfnis.

Es muss ihm interessantes Spielzeug (alte Socken, Kauknochen, ...) zur Verfügung stehen, wenn man nicht will, dass er sich an Einrichtungsgegenständen,... vergreift.

Ist der Welpe die längere Zeit des Tages unter Kontrolle, können Sie jedesmal eingreifen, wenn er mit verbotenen Dingen spielt. Ist er aber viel sich selbst überlassen, so wird er aus Langeweile an allem rumbeißen, wonach ihm gerade der Sinn steht. Er weiß nicht, was verboten ist und was nicht!

Das Alleinbleiben:

Da man den Hund nicht immer überall mitnehmen kann, muss er sich daran gewöhnen, mal hin und wieder allein gelassen zu werden.

Passen Sie auf, wenn der Welpe die übliche Ruhezeit hat und schließen Sie die Tür des Raumes, in dem er sich gerade befindet. Vielleicht winselt er einige Augenblicke, findet sich aber dann damit ab. Gehen Sie nach einer kleinen Weile wieder hinein und sprechen Sie freundlich und lobend mit ihm. Wiederholen Sie diese Übung täglich und dehnen Sie den Zeitraum immer weiter aus.

Springt er gegen die Tür oder bellt, öffnen Sie die Tür energisch und rufen scharf „Pfui“.

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Tibet Terrier_Gasmari von Lilienfels


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